Lebensprüfungen führen in die Freiheit

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Ihr Lieben,

viele von euch gehen gerade durch schwere Zeiten. Trauer, Verzweiflung und Selbstzweifel sind immer die Begleitumstände sensitiver Seelen, und es ist wichtig, für jeden von euch, das auch so bewusst wie möglich zu durchleben. Alles dient letztlich einem höheren Zweck, den ihr jetzt noch nicht erkennen könnt.

Ihr tragt oftmals eine verborgene Last, die euch selbst kaum bewusst ist – nicht nur eure eigenen Zweifel und karmischen Folgen, sondern auch für andere, die euch auf dem Herzen liegen und nicht selten auch auch für die Not einer gefallenen Welt. Es wirkt wie ein schwerer Rucksack, der euch seit langem schon begleitet und den ihr am liebsten abstreifen würdet. Doch ihr tragt ihn nicht, um des Leidens willen, sondern aus Verantwortung und aus der Bereitschaft, anderen Halt zu geben und euer Umfeld zu schützen.

Euer inneres Licht ist durch all die Prüfungen hindurch gewachsen, sowie eure Reife, auch ohne euer bewusstes Zutun. Ihr habt gelernt, ehrlich in euch hineinzuschauen, euer Herz zu prüfen und die Wahrheit nicht zu verdrängen, auch wenn sie oft durch unbequeme Mittler zu euch kommt. Oft wart ihr in dieser Selbstprüfung aber härter zu euch selbst, als das gut für eure Seele wahr.

Verluste, Enttäuschungen oder verpasste Chancen, welche die natürlichen Begleiterscheinungen echten inneren Wachstums sind, haben eure Resilienz und eure innere Stabilität gestärkt. Es heißt, Gott prüft seine Kinder, wie Gold, ob sich noch unreine Schlacken in sich tragen. Alles das ist normal auf dem Pfad der Wahrheit. Gott wird immer wieder für Trost und Ruhepausen sorgen, auf diesem nicht einfachen Weg, den ihr aber drüben einmal selbst bewusst gewählt habt.

Alles, was ihr auf euren Herzen tragt und erlebt, bereitet den Boden für euer verborgenes Potential – das sich oft noch unbewusst für euch vollzieht. Nehmt euch den Heiligen Narren der Volkslegenden zum Vorbild: indem er seinen steinigen Weg annimmt, versorgt ihn das Leben ohne sein Zutun, mit allem was er braucht, materiell und für sein geistiges Wachstum. Lernt von ihm vor allem, das Leben zu lieben. Das ist manches mal die schwerste Kunst von allen, in dieser so freudlosen Zeit. Aber das alles, und ihr wisst das bereits, ist nicht zu erreichen ohne Gottvertrauen. Dieses wächst, wenn man es übt. Traut euch doch mehr aus eurer Komfortzone heraus zu gehen und ihr werdet feststellen, dass das Leben immer bereit ist, euch zu unterstützen.

Schon bald wird euch ein Angebot des Lebens begegnen, vielleicht vermittelt durch andere Menschen, das ihr nicht übergehen solltet. Nehmt es wahr, prüft es mit offenem Herzen, ohne euch vom Gefühl eures Mangels verunsichern zu lassen.

Dies ist jetzt euer Moment. Geht mutig und ohne Angst voran, getragen von dem Licht in euch, das immer bei euch war, und vertraut auf euer Herz. Aber lernt dieses auch von euren Gefühlen zu unterscheiden. Das ist eine Lektion, die einige von euch noch nicht ganz bestanden haben. Nehmt dankbar an, was das Leben euch bietet. Jetzt ist nach Tausenden Jahren Dunkelheit die Zeit gekommen, wo die Kinder Gottes nicht mehr in erster Linie Gegenwind, sondern mehr und mehr Rückenwind für ihre guten Absichten und Taten bekommen.

Gott möge euch auf eurem Weg segnen.

Euer Yehudi